Bass

A new baby in the house – Part 2

Sandberg California JJ 4

Nachdem ich mit meinem neuen Fender Precision Bass zunächst recht glücklich war (nachzulesen im ersten Teil der Geschichte: A new baby in the house – Part 1), stellte sich nach umfassenden Tests heraus, dass die E-Saite immer ein wenig anders, besser gesagt: schlechter, klang als die restlichen Saiten.

Beim Kauf hatte ich die Saitenqualität und mangelnden Saitendruck am Sattel im Verdacht. Schließlich wurde der Bass sicher schon von mehreren Leuten angespielt und somit war zu vermuten, dass die Saiten schon abgespielt waren. Es gab auch recht wenige Wicklungen auf der Mechanik. Die restlichen Saiten klangen echt klasse und der Klangunterschied erstreckte sich über die komplette Saite – Also,… Saiten wechseln und Alles wird gut.

Fender Werksbesaitung runter … etwas stärkere Fender-Saiten aufgezogen

Schock: Der Klangunterschied blieb. Die gesamte E-Saite hatte auch mit neuen Saiten und gut eingestelltem Instrument weiterhin eine schlechtere Klangqualität als A, D oder G-Saite. Besonders bei höheren Lautstärken im Proberaum verstärkte sich dieser Eindruck. Einzelne Töne wären ja zu umspielen gewesen, aber nicht komplette E-Saite. Es war ein Trauerspiel und meine Laune sank in ungeahnte Tiefen.

Tja,… wer braucht schon einen Preci mit einer schlaffen E-Saite? Richtig, … Niemand.

Das Sandberg Baby

Nach schlaflosen Nächten und mit Tränen in allen Knopflöchern brachte ich den Bass zurück zum Verkäufer. Glücklicherweise lief der Umtausch unkompliziert ab und ich konnte zumindest ein Ersatzinstrument aus dem verfügbaren Sortiment wählen. Da leider keine schicken Precis da waren, entschied ich mich für einen Sandberg JazzBass aus der California Serie:

  • Esche Body hochglanzlackiert
  • 6-fach verschraubter Hals
  • Ahorngriffbrett mit schwarzen Block-Inlays
  • 2 Sandberg Jazz-Pickups mit 70er Jahre Pickup-Spacing
  • passive Elektronik: Volume, Panorama, Tone

Das neue Baby klingt sehr schick und ich bin sehr zufrieden. Auch die Einstellbarkeit und gesamte Verarbeitungsqualität schlägt den Fender um Längen. Hier spürte ich im Direktvergleich den Unterschied zwischen Handarbeit und Fabrikware. Besonders die leichtgängigen Schrauben und Gewinde kamen mir sehr erfrischend vor. Bekam man beim Stimmen des Fenders noch Muskelkater, lief hier Alles sehr geschmeidig.

Pickups gesucht

Lediglich die Pickups werde ich durch ein besseres Paar ersetzen lassen. Sie klingen in den Höhen ein wenig künstlich/bedeckt und nicht besonders vintage. Etwas mehr Direktheit kann nicht schaden und auch der Klang der Höhenblende ist noch ein wenig verbesserungsfähig.

Meine momentanen Favoriten sind Replacement-Pickups von:

Kann jemand weitere Hersteller empfehlen?

Ich hoffe ich kann bald eine A-B Vergleichsaufnahme mit alten und neuen Pickups anbieten. Diese wird dann auch in diesem Blog zu finden sein.

Somit bin ich über einen Preci-Kauf, wie die Jungfrau zum Kinde, zu einem schicken JazzBass gekommen. Ich bin sicher, das passiert nicht vielen Leuten. Diese Geschichte hat also ein unerwartetes aber eben doch ein happy end.

zum ersten Teil der Geschichte: A new baby in the house – Part 1

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